(März 2005)
Erschreckende Arbeitslosenzahlen werden derzeit genannt. Im Februar stieg
die Arbeitslosigkeit auf über 5.200.000 Mill. Menschen.
Schuld daran wird maßgebend der Berliner Regierung gegeben, besonders
ein großer Teil der Presse und der Berliner Opposition fördert
diese Zahlen in den Köpfen der Bevölkerung. Und so hat inzwischen
auch jeder Dritte Erwerbstätige Angst um seinen Arbeitsplatz.
Leider Gottes erzählt keiner der Politiker, egal welcher politischen
Richtung oder auch der Medien die etwas genauere Wahrheit der Arbeitslosenzahlen.
Wir möchten einmal so objektiv wie es geht, die Entwicklung des Arbeitsmarktes
an Hand von Beispielen und Aussagen verschiedener Personen aufzeichnen. Das
geht heute eigentlich per Internet recht einfach, leider machen sich die wenigsten
Bürger diese Mühe und vertrauen den Aussagen von Politikern und
vielen Presseerzeugnissen.
Vergleich Arbeitslosenzahlen 1998 / 2005 - also mit der CDU Regierung
und der dann folgenden SPD Regierung:
Es möge zynisch klingen, aber um die wahren Gegebenheiten darzustellen,
benötigt man die statistischen Zahlen:
Arbeitslosenquote in %
1993: 8,9
1994: 9,6
1995: 9,4
1996: 10,4
1997: 11,4
1998: 11,1
1999: 10,3
2000: 9,3
2001: 9,6
2002: 10,2
2003: 11,0
2004: 11,7
2/2005: 12,6
Quelle: Statistisches Bundesamt
Vergleichen wir nun das Jahr 1997
(Kohl Regierung) mit dem Jahr 2005 (Schröder-Regierung), stellen sich
die Zahlen folgendermaßen dar:
1998 4.385.000 / 11,4 % (Ost und West)*
das entspricht einer Erwerbstätigenzahl von ca.: 34.000.000 Menschen
(http://www.destatis.de)
2005 5.216.000 / 12,6 % (Ost und West)
das entspricht einer Erwerbstätigenzahl von ca: 38.900.000 Menschen
(4/2004)
(www.wiwi-treff.de)
Das bedeutet, das die Bundesrepublik im Jahre 2004 rund 4.900.000 Arbeitsplätze
MEHR hatte.
Übrigens hatte Schleswig-Holstein 1998
1.057.000 Beschäftigte und im Jahre 2003 1.213.000. Auch in SH ist also
der Anteil der Beschäftigten gestiegen.
* Quelle für obige Zahlen: Statistisches
Bundesamt, Hg.: Datenreport 1999. Zahlen und Fakten über die Bundesrepublik
Deutschland. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung ,
2000. S. 95 bzw. S. 98
Natürlich möchten wir die jetzigen Arbeitslosenzahlen keinesfalls
beschönigen, aber die anderen Zahlen , die wir nennen, zeigen eben auch
die andere Seite der Beschäftigungspolitik.
Interessant für die Zukunft sind diese Beiträge:
http://www.ralf-ulrich.de/praesent/FNA2002.pdf
http://www.inifes.de/cms/_data/Entlastet-demogr-Entw.pdf
Die ganze Misere der jetzigen Arbeitslosenzahlen liegt
also nicht nur an den Regierenden der Bundesrepublik und der Länder,
sie sind vor allen Dingen ganz anderswo zu suchen.
Da kommt vieles zusammen, auch im Zusammenhang mit den Staatsschulden, die
durch verschiedene Fehlentwicklungen und falschen Berechnungen (und Versprechen)
der jeweiligen Regierungsparteien u.a. zustande gekomen sind (sonst könnten
Bund und Länder mehr investieren und damit mehr Arbeitsplätze schaffen).
Das fängt an mit der dynamischen Rente, die Adenauer völlig falsch
eingeführt hat (die Empfehlungen der damaligen Wissenschaftler lauteten
ziemlich anders) und das hört mit der Wiedervereinigung, der EU Erweiterung
und der allgemeinen Globalisierung nicht auf.
Auch die Rationalisierung schreitet weiter voran, aber auch die geschichtliche
Bevorzugung durch die Industrie vor 100 Jahren der südlichen Bundesländer
dank dort vorhandener Bodenschätze und des Großen Vorrats am Rohstoff
"Mensch" dort gegenüber den nördlichen, bevölkerungsarmen
Flächenländern wird immer zum Nachteil des Nordens sein.
Zwar sind jetzt Bodenschätze nicht mehr so wichtig, aber warum sollen
die großen Industriebetriebe in den Norden wandern, eher gehen sie in
das Ausland.
Die Links oben zeigen aber an, das sich das Problem der Arbeitslosigkeit in
einigen Jahren "von selber löst".
Allerdings können da natürlich auch noch wieder ganz andere nicht
vorher sehbare Dinge passieren.
Fazit:
Die Arbeitslosenzahlen sind sehr hoch und so wie es aussieht, können
derzeit Politiker egal welcher Farbe, kaum etwas daran ändern.
Sie sollten lieber Farbe bekennen und dem Bürger sagen, was zunächst
die nächsten Jahre Sache ist. Und aufhören, ständig etwas zu
versprechen, von dem sie genau wissen, das sie es nicht halten können.
Aber immerhin, ein paar Millionen Arbeitsplätze wurden in der zeit der
Schröder Regierung ja doch geschaffen. Ein kleiner Lichtblick.