Treffpunkt: Seminarhalle
Der Mensch hat seit jeher zu bestimmten Tieren eine besondere Beziehung,
oft wurden diese Tiere als Glücksbringer bezeichnet, wie zum Beispiel der
Weißstorch, der als Klapperstorch für Kindersegen sorgen sollte und
immer gern gesehen war und es auch heute noch ist. Aber genauso gab es Tiere,
denen nur Schlechtes nachgesagt wurde, der „böse Wolf“ ist
eines der besten Beispiele. Die Wurzeln dafür liegen einige Jahrhunderte
zurück in der Zeit, wo der Aberglaube zum täglichen Leben gehörte
und weit verbreitet war.
In dieser Zeit bekamen auch die Eulen aufgrund ihrer meist nächtlichen Lebensweise und der doch recht unheimlichen Rufe ihr negatives Image. Sie galten als Vögel, die den Tod bringen und wurden durch Nachstellung durch den Menschen gebietsweise sehr selten, zum Teil verschwanden einige Arten ganz.
Heute sind unsere heimischen Eulen streng geschützt, das Irrdenken aus der Zeit des Aberglaubens ist kaum noch vorhanden, dafür gibt es andere Gefahren für die Vögel, wie zum Beispiel den Straßen- und Bahnverkehr, Stromleitungen und die Lebensraumzerstörung. Dazu kommt der Verlust von Brutplätzen – gerade die Schleiereule hat darunter zu leiden, weil Dachböden heute meist kein Einflugloch mehr haben und sie jedoch als Gebäudebrüter darauf angewiesen ist.
Der Landesverband Eulenschutz in Schleswig-Holstein e.V. ist seit Anfang der
achtziger Jahre aktiv mit Schutzmaßnahmen beschäftigt, der Arbeit
dieses Verbandes ist es zu verdanken, dass unter anderem der Uhubestand, der
zu Beginn der Aktivitäten fast erloschen war, sich wieder gefestigt hat.
Um interessierten Menschen die Möglichkeit zu geben,
mehr über das Leben der Eulen und die Arbeit des Landesverbandes zu erfahren,
findet am 12. März 2006 eine Sonderveranstaltung dazu statt. Alle Teilnehmer
treffen sich um 15.00 Uhr in der Seminarhalle, um dort von Peter Meckel vom
Landesverband Eulenschutz und André Rose vom Wildpark Eekholt umfassende
Informationen über das Thema „Eule“ zu bekommen. Danach werden
ein Uhu und eine Schleiereule von unserem Falkner Axel Imdahl präsentiert.
Da die Vogelpflegestation zur Zeit mit einigen verletzten Eulen besetzt ist,
besteht die Möglichkeit, eines dieser Tiere am Ende der Veranstaltung
in die Freiheit zu entlassen, sofern es bis dahin wieder vollständig
genesen und auswilderungsfähig ist.
Allen Eulenfreunden ist diese interessante Veranstaltung besonders zu empfehlen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.