Sicherheitskonzepte gehören auf den Prüfstand!


Berlin – Die bundespolizeigewerkschaft – bgv – fordert als Konsequenz der vereitelten Anschläge von London eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte und Sicherheitsstandards in Deutschland. „Wir müssen endlich weg vom ständigen Reagieren auf neue modi operandi des internationalen Terrorismus “, so der Bundesvorsitzende der bundespolizeigewerkschaft bgv Knut Paul. „Auch die durch einzelne Politiker wieder entfachte Diskussion über den Einsatz der Bundeswehr im Inneren zur Bekämpfung des Terrorismus macht keinen Flug und keinen Bahnhof sicherer und verhindert auch keine Anschläge. Was wir brauchen sind machbare Konzepte“, so Paul weiter.



bundespolizeigewerkschaft bgv
verbund innere sicherheit
Joachim Hoffmann
Pressesprecher


Pressemitteilung der Bundespolizeigewerkschaft

Seit den Ereignissen des 11. September werden die Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen auf sehr hohem Niveau aufrechterhalten. Dies kann man kaum noch steigern, außer man lässt die Flugzeuge gänzlich am Boden oder die Passagiere gehen nackt und ohne jegliches Gepäck an Bord. Sicher könnte man durch den Einsatz von speziellen Sprengstoffspürhunden oder von entsprechenden Spürgeräten, die sowohl Gifte als auch Sprengstoffe detektieren können, die Sicherheit weiter erhöhen. Doch das kostet Geld und Personal und lässt die Frage aufkommen: Wer das bezahlen soll – der Staat, die Flughafenbetreiber, die Fluglinien oder der Fluggast?
Für eine wirksame Prävention in diesem sensiblen Bereich müssen die zuständigen Behörden ungehindert auf Informationen zu möglichen Tätern und terroristischen Vorhaben Zugriff haben. „Da darf es keine Barrieren und Schnittstellenverluste geben. Diese kosten im Ernstfall viele Menschenleben“, so Paul weiter.


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