Die Vermessungs- und Katasterverwaltungen von Schleswig-Holstein
und Hamburg haben beim 5. e-Government-Wettbewerb den ersten Preis in der Kategorie
"Infrastruktur" gewonnen. Ausgezeichnet wurde das Gemeinschaftsprojekt
Geoserver. Staatssekretär Göttrik Wewer vom Bundesinnenministerium
überreichte den Preis am Donnerstag (10. März) auf der Computermesse
CeBit in Hannover an Helmut Schlüter, im Innenministerium in Kiel zuständig
für die Automation im Vermessungs- und Katasterwesen.
Der Geoserver macht es möglich, dass digitale Daten der topographischen
Kartenwerke der Landesvermessung zu Hause auf dem eigenen Bildschirm des PC
angeschaut, ausgewählt und online bestellt werden können. Die Kunden
entscheiden, ob sie die ausgewählten Daten auf Datenträgern mit der
Post erhalten wollen, oder ob sie zum Download bereitgestellt werden sollen.
Eine weitere Komponente des Geoservers ist der "Shop". Hier werden einzelne Produkte beschrieben und bildlich dargestellt und können nach dem bekannten Warenkorb-Prinzip bestellt werden. Die Lieferung erfolgt auf konventionellen Vertriebswegen gegen Rechnung. Der Shop soll auch von anderen Behörden der Landesverwaltung genutzt werden und ist somit der Standard-Internet-Vertriebsweg für Landkarten, CD ROM und andere Produkte. Ein erster Prototyp des neuen Geoservers soll im Sommer zum Einsatz kommen. Der Echt-Betrieb ist für Ende des Jahres vorgesehen.
Innenminister Klaus Buß sagte, er sei stolz auf
den Preis. Der Geoserver sei ein Beleg für die weit fortgeschrittene
Modernisierung und die e-Government-Aktivitäten der Landesregierung.
Das Projekt sei außerdem ein Beispiel für die gute und konstruktive
Zusammenarbeit Schleswig-Holsteins mit Hamburg.
Buß nannte die Vermessungs- und Katasterverwaltung Schleswig-Holsteins
ein Vorbild und einen unangefochtenen Vorreiter in Sachen Modernisierung.
"Die Vermessungs- und Katasterverwaltung des Landes hat die technische
Entwicklung und den Bedarf an digitalisierten Daten frühzeitig erkannt
und ist heute gut aufgestellt", sagte der Minister. Er bescheinigte den
rund 640 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Leistungsstärke, Motivation
und Fleiß.
Unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Otto Schily hatten die Firmen Cisco Systems, weltweiter Anbieter von Netzwerklösungen für das Internet, und BearingPoint, eine weltweit agierende Consulting-Firma, zum fünften mal Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen aufgefordert, sich mit innovativen Projekten einem Wettbewerb zu stellen, unter Nutzung der elektronischen Datenverarbeitung und des Internet öffentliche Verwaltung effektiver und bürgerfreundlicher zu machen. Der Wettbewerb erstreckte sich auf insgesamt acht unterschiedliche Politikfelder, wie beispielsweise "Wirtschaft und Arbeit", "Polizei, Innere Sicherheit und Justiz" oder "Soziales". Mit dem Projekt "Geoserver" haben sich Hamburg und Schleswig-Holstein in dem Politikfeld "Infrastruktur" (Verkehr, Transport, Bauen und Wirtschaft) beworben - und gewonnen.
Verantwortlich für diesen Pressetext:
Thomas Giebeler, Innenministerium