„Der vollmechanische Schokoriegelautomat“: Junge Erfinderinnen aus Flensburg preisgekrönt


Dritter Platz beim bundesweiten Wettbewerb „i hoch 3“ für die Miniforscher aus der Phänomenta

Sie sind jung, pfiffig und im wahrsten Sinnes des Wortes ausgezeichnete Erfinderinnen: Der „Club der jungen Forscherinnen“ der Phänomenta Flensburg hatte sich 2004 am Wettbewerb um den INSTI-Erfinderclubpreis „i hoch 3“ beteiligt, der jedes Jahr vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ausgelobt wird. Und die jungen Tüftlerinnen im Alter von 11 bis 13 Jahren überzeugten die Jury mit ihrer Wettbewerbsarbeit: Mit ihrem „vollmechanischen Schokoriegelautomat“ schafften sie es in der Kategorie „Miniforscher“ auf den dritten Platz. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro nahmen die Nachwuchs-Erfinderinnen bei der Siegerehrung am vergangenen Freitag in Hannover entgegen. „Die Jury hat die komplexe mechanische Umsetzung eines bekannten Prinzips auf einem für die Altersgruppe beachtlichen Niveau gewürdigt“, sagte Klaus Weber vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung bei der Preisverleihung.

Rund 25 Stunden hatten Marie Koch (12 Jahre), Lisa Lützen (11), Sandra Söther (13), Svea Christiansen (12) und die Schwestern Nele (11) und Lara Ollinger (13) an dem preisgekrönten Automaten getüftelt und gebastelt, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden waren. Zwar ist das Prinzip des Automaten einfach: „Zuerst steckt man oben eine Münze hinein. Dadurch lässt sich dann ein Hebel betätigen, der den Schokoriegel durch eine Öffnung nach draußen schiebt“, erklärt Sören Asmussen die Funktionsweise.

Phänomenta

Gemeinsam mit seiner Kommilitonin Annkatrin Grebe leitet der 23-jährige Pädagogik-Student der Universität Flensburg den „Club der jungen Forscherinnen“. „Aber trotzdem mussten wir lange tüfteln, bis die Mechanik reibungslos funktionierte und die Schokoriegel nicht mehr ständig stecken blieben“, ergänzt Lisa Lützen.
Sie und die anderen neun Clubmitglieder im Alter von 11 bis 16 Jahren treffen sich regelmäßig in der Phänomenta, um an neuen Erfindungen zu arbeiten. „Uns fällt bestimmt bald wieder etwas Originelles ein - und dann sind wir im kommenden Jahr wieder beim Wettbewerb dabei“, sagt Sören Asmussen.

Julia Boecker



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