1000 Plätze für 1000 Jugendliche für 1000 Euro



Im Rahmen einer Pressekonferenz am 16. Juni stellten Arbeitsminister Uwe Döring, Kiels Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz, Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann von der Agentur für Arbeit und Geschäftsführer Gerwin Stöcken das vom Jobcenter Kiel initiierte Projekt "Kiel für Kiel: 1000 Jobs für junge Menschen" vor.

Im Rahmen des Projektes sollen 1000 zusätzliche Arbeitsplätze für benachteiligte Jugendliche ohne verwertbaren Schulabschluss bei Kieler Unternehmen geschaffen werden. An der Finanzierung beteiligen sich das Jobcenter Kiel, das Land Schleswig-Holstein und die Unternehmen, die im Rahmen dieser Maßnahme Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Allein das Engagement des Landes beläuft sich auf rd. 2,6 Mio Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). StöerDeutscheStädteMedien unterstützt diese Aktion als Mediapartner mit 50.000 Euro.

Minister Döring und Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz appellierten als Paten des Projektes an die Kieler Unternehmer, sich zu beteiligen und Jugendlichen eine Perspektive zu bieten.

Arbeitsminister Döring machte deutlich, dass ihm die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ein besonderes Anliegen sei und das Projekt eine sehr gute Abrundung anderer Fördermaßnahmen für Jugendliche darstelle. Jugendlichen dürfe nicht das Gefühl vermittelt werden, am Arbeitsmarkt nicht gebraucht zu werden. Es müsse verhindert werden, dass "Arbeitslosenkarrieren" entstehen.



Kiel für Kiel -
Unsere Zukunft ist Einstellungssache!



Die Oberbürgermeisterin betonte, der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Kiel entgegenzuwirken, könne nur gemeinsam mit der Wirtschaft gelingen. "Ich möchte möglichst viele Kieler Betriebe mit ins Boot bekommen, um arbeitslosen Kieler Jugendlichen ohne Ausbildung eine berufliche Perspektive über einen längeren Zeitraum zu geben. Das kann die Chance für eine spätere Festanstellung enorm erhöhen", sagte die Oberbürgermeisterin.
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Der Leiter der Arbeitsagentur Kiel, Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, sieht in der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch im Interesse der Wirtschaft liegt, da die Jugendlichen von heute die Fachkräfte von morgen sind. "Dennoch ist uns allen bewusst, dass das Projekt 'Kiel für Kiel: 1000 Jobs für junge Menschen' angesichts der wirtschaftlichen Situation in unserer Region für Betriebe und Verwaltungen eine besonders große Anstrengung erfordert. Sein Erfolg wäre jedoch wiederum ein Beleg für das hohe Maß an sozialer Verantwortung, das die heimische Wirtschaft für die jungen Menschen dieser Stadt empfindet.

"'Kiel für Kiel' macht gesellschaftliche Verantwortung erlebbar. Auch benachteiligte Jugendliche müssen unter den realen Bedingungen der Arbeitswelt die Erfahrung sammeln, dass sich ihr Einsatz wirklich lohnt", erläutert Jobcenter-Geschäftsführer Gerwin Stöcken die 'Philosophie' des Projekts.

Herbert Schnelle, Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa



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